Gewinnt wirklich immer die (Spiel-)Bank?

Wenn es um Glücksspiel geht, hört man oft das Statement, dass die Maschinerien hinter den Glücksspielanbietern so kalkuliert ist, dass nur die Spielbank selbst gewinnen kann – zum Leidwesen von Spielern, Gutgläubigen und Menschen, die hoffen auf diese Weise zu Reichtum zu kommen.

Grundsätzlich können wir hier sinnvollerweise nur legales Glücksspiel und seriöse Gewinnspiele unter die Lupe nehmen und das Thema an der Oberfläche erörtern. Natürlich steckt, wie bei jeder spannenden Geschichte, noch sehr viel mehr dahinter.

Woher stammt eigentlich das Glücksspiel?

Gespielt (vermutlich auch um Preise) wurde bereits in der Antike, im Alten Ägypten und vermutlich schon viel weiter in der Zeit zurück.

Das Prinzip des Spiels, des Zugewinns und der Glückschancen scheinen in der Natur des Menschen zu liegen.

Moderne Casinos entstanden im 16. oder 17. Jahrhundert in Venedig. „Casino“ bedeutet „kleines Haus“. Die Adeligen Venedigs betrieben in kleinen Häusern Vergnügungseinrichtungen, in denen sich die „oberen Zehntausend“ die Zeit mit Glücksspiel vertrieb.

Das Spielcasino von heute

Lange waren Casinos weiter Wohlhabenden vorbehalten. Erst seit dem 20. Jahrhundert hat sich aus dem Glücksspiel ein Breiten-Vergnügen entwickelt. Das Interesse an dieser Form der Unterhaltung stieg durch die Lottogesellschaften, die nach dem Krieg entstanden.

Glücksspiel hatte es natürlich auch vorher schon gegeben. Doch seit 1955 nahmen die Angebote deutlich zu – und das Glücksspiel wurde staatlich organisiert.

Heute verdient der Staat bei Lotterien, Casinos, Sportwetten und anderen Glücksspielarten saftig mit (über Konzessionen). Hinter den Casinos stecken Betreibergesellschaften, deren Besitzer meistens nicht öffentlich auftreten.

Vermutlich gehören viele Casinos Superreichen, Wirtschafts-Moguln, Privatbanken oder auch Persönlichkeiten mit weniger seriösen Hintergründen.

Das System hinter dem Glücksspiel

Natürlich sind die Gewinnchancen exakt so kalkuliert, dass das meiste Geld bei den Betreibern selbst hängen bleibt.

Wer sich mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen und den Zahlen der realen Gewinnchancen auskennt, weiß genau, dass wesentlich seltener große Gewinne stattfinden als kleine oder gar keine.

Dem steht eine vergleichsweise große Zahl Glückssuchender und Spieler gegenüber. Die Casinos brauchen sich also meistens keine Sorgen machen, dass sie mehr ausbezahlen müssen, als sie einnehmen. Auch seriöse Gewinnspiele leben davon, dass wesentlich mehr Menschen um Gewinne buhlen, als tatsächlich zur Verfügung stehen.

Dauer-Glückspilze bekommen Hausverbot

Eine Glückliche oder ein Glücklicher hier und da müssen sein. Denn nur wenn die Jackpots und Supergewinne regelmäßig und werbewirksam ausbezahlt werden, bleiben die Spieler bei der Sache und haben selbst weiter Hoffnung einmal den Hauptgewinn abzuräumen.

Bis das wieder der Fall ist, fließen so viele Gelder zur Spielbank, dass ein weiterer Jackpot nur ein kleiner Teil der Einnahmen ist.

Es gibt Mathegenies, Superhirne oder Betrüger, die es schaffen, die Casinos auszutricksen. Solche Menschen haben in nicht wenigen Casinos dieser Welt Hausverbot. Selbst seriöse Dauer-Gewinner werden irgendwann nicht mehr eingelassen, weil sie geschäftsschädigend sind.

Viele Gewinner großer Summen sind spielsüchtige Menschen. Den Gewinn haben sie binnen weniger Tage wieder verzockt, weil sie auf immer noch größere Gewinne hoffen.

Gewinnt wirklich immer die (Spiel-)Bank? – das Fazit

Die Verhältnisse zwischen Einnahmen und Ausgaben sind bei Spielbanken so, dass das meiste Geld zu den Anbietern fließt. Groß erscheinende Jackpots machen nur kleine Teile der Einnahmen aus. Trotzdem können auch einzelne Spieler gewinnen, wenn sie entweder begabt sind oder einfach nur Glück haben. Für weniger risikobereite Menschen ist ein kostenloses Gewinnspiel eine gute und sichere Alternative zu kostspieligen und verführerischen Glücksspielen.